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Dienstag, 20. Januar 2026

VfL-Museum: neue Abteilung lädt Mitglieder und Fans zur Mitarbeit

Frisch gekürter Vorstand setzt sich ehrgeizige Ziele

Der VfL Osnabrück bietet seinen Fans nicht nur leistungsstarke Kicker im Rund der Bremer Brücke. Der Traditionsverein von 1899 kann geschichtsinteressierten Fans seit Montagabend auch eine frisch gegründete neue Abteilung präsentieren, die sich in den VIP-Räumlichkeiten hinter der Nordgeraden konstituiert hat. Vorsitzende Lisa Roggenkamp, ihr Stellvertreter Lewis Wellbrock und Kassenwart Michael Aschmann werden fortan für alle an Mitarbeit interessierten Fans die wichtigsten Ansprechpartner sein.


Abteilung baut auf exzellente Vorarbeit auf

Die neue Abteilung verwaltet ab sofort jene Museumsobjekte, die bereits in den letzten Jahren vom mittlerweile verstorbenen Leiter Bernhard Lanfer, vom Mitgründer Freddi Fenkes und Peter Scharmacher gesammelt, aufbereitet und ausgestellt worden sind. Fenkes, Scharmacher, Fanbeauftragter David Kreutzmann und andere sind überdies unbeirrt für Stadionführungen verantwortlich, die auch künftig vom VfL-Museum aus koordiniert werden sollen.

Deshalb kann auch das frisch gekürte Führungsteam des Museums auf exzellente Vorarbeit zurückblicken. In Vitrinen des Museums ruht bereits heute ein stolzes Sammelsurium, das von alten Trikots, Spielerpässen und Anstecknadeln bis hin zu Stadionmagazinen, Fußballschuhen und Urkunden sowie Fotos und unterschiedlichen weiteren Abbildungen reicht.

Überdies gibt es jenseits der Museumsräumlichkeiten das Bündnis „Tradition lebt von Erinnerung“. Es besteht schon seit vielen Jahren aus VfL-Museum, Fanabteilung des VfL Osnabrück e.V., Fanprojekt Osnabrück und Violet Crew. In der Vergangenheit hat jenes Bündnis bereits verschiedenste Projekte rund um Erinnerungs- und Antidiskriminierungsarbeit initiiert und gemeinsam durchgeführt. Das Bündnis wurde anno 2019 vom Deutschen Fußballbund (DFB) mit dem renommierten Julius Hirsch Preis ausgezeichnet und wirkt weiter im bundesweiten Anti-Rechts-Zusammenschluss „!Nie wieder“ mit. Das VfL-Bündnis durfte am 14. Januar 2024 sogar eine Auftaktveranstaltung zu bundesdeutschen „!Nie Wieder“-Projektwochen im Piesberger Gesellschaftshaus einladen – und hat sich auch dadurch überregional einen festen Namen gemacht.


Welche Aufgaben die neue Abteilung hat

Bereits in der ersten Zusammenkunft der neuen Abteilung am 9. September 2025 hatten die Museumsfans eine  Abteilungsordnung der Museumsabteilung verabschiedet. Darin heißt es gleich zu Beginn:

„Die Museumsabteilung ist eine Abteilung des VfL von 1899 e.V. Osnabrück. Sie ist ein Zusammenschluss von VfL-Mitgliedern, die sich innerhalb des Vereins organisieren und deren gemeinsames Interesse die Erforschung und Weitervermittlung der Vereinsgeschichte ist. Aufgaben der Abteilung sind danach die Wahrung der Traditionen des Vereins für Leibesübungen von 1899 e.V. Osnabrück und all seiner Vorgängervereine mit allen früheren und heutigen Abteilungen sowie die Behandlung der dazu gehörigen Teile der Stadt-, Stadtteil und Kulturgeschichte in Osnabrück.“

Lisa Roggenkamp, Lewis Wellbrock und Michael Aschmann, ausgestattet mit nahezu allen Stimmen der Versammlung, besitzen jetzt zwei Jahre lang das Vertrauen der bislang 98 Mitglieder. „100 sollten wir jetzt schon in den nächsten Tagen erreichen“, ist sich Lisa Roggenkamp sicher.

Sammeln, bewahren, forschen und vermitteln: Vorsitzende Lisa Roggenkamp stellte bei der Vorstellung ihrer persönlichen Schwerpunkte bereits die wichtigsten Tätigkeitsbereiche der neuen VfL-Abteilung vor. Foto: Heiko Schulze/OR

Zu tun gibt es auch künftig jede Menge. Systematisch müssen die bisherigen Bestände weiter inventarisiert werden. Vor allem muss schnellstmöglich für eine Digitalisierung der Exponate gesorgt werden, damit sie als kulturelles Erbe von Stadt und Verein erhalten, aufgearbeitet und öffentlich zugänglich gemacht werden. Ins Auge gefasst werden dabei gute Kooperationen mit lokalen und überregionalen Partnern. Wichtig: Nach den Vorgaben des Internationalen Museumsrates versteht sich das VfL-Museum als nicht gewinnorientierte, dauerhafte Institution im Dienst der Gesellschaft, die materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt, interpretiert, ausstellt und vermittelt. Bildung, Freude, Reflexion und Wissensaustausch sollen die Alltagsarbeit prägen.

Gelöst werden muss, last but not least, natürlich noch der Standort des erneuerten VfL-Museums. Noch bleibt speziell für die Zeit des kommenden Stadionumbaus unklar, welche Räumlichkeiten für das Museum genutzt werden können. Dass es geeignete Ausstellungs- und Lagerflächen geben wird, steht allerdings für alle VfL-Verantwortlichen außer Frage.

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