Beide Spiel können auf VfL-TV angesehen werden. Bevor der VfL am 8. August in Heidenheim in die Zweitligasaison startet, kommt es am kommenden Samstag, dem 1. August, um 15.30 Uhr an der Brücke zur Saisonpremiere gegen Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn.
Unsere ohnehin umfangreiche VfL-Berichterstattung wird seit der Rückserie um ein weiteres Format ergänzt, und zwar um das „Vorspiel im Gästezimmer“ und das „Vorspiel im Wohnzimmer“.
Zur Information: Unsere Spielberichte werden wie ein Liveticker direkt am Laptop verfasst und gleich nach Schlusspfiff ohne Netz und doppelten Boden ins Internet gesetzt. Die Rubrik „Zahlen, Daten, Fakten“ wird, falls notwendig, mitunter erst einige Stunden nach dem Spiel vervollständigt. Dasselbe gilt für die Korrektur von Tippfehlern.
Vorwärts Nordhorn spielte bald nur noch rückwärts
Nordhorn begann mutig, presste früh und hatte sogar die erste Torchance. Dann traf David Kopacz zum 1:0 – und der Vereinsname Vorwärts wurde für die Gastgeber zunehmend zur historischen Erinnerung.
Bernd Riesselmann traf doppelt, Konrad Faber einmal und Leon Opitz dreimal. Schon zur Pause stand es 5:0. Der VfL kombinierte, Nordhorn lief hinterher und die Bratwürste im Waldstadion leisteten vermutlich den nachhaltigsten Widerstand.
Opitz und Riesselmann machten dabei kräftig Werbung in eigener Sache. Nicht mit einem kleinen Zettel am Schwarzen Brett, sondern eher mit Leuchtreklame vor dem Trainerbüro.
Oranje boven
Keine 24 Stunden später wechselte Trainer Timo Schultz die gesamte Mannschaft aus. Gegen Emden lief der VfL in orangefarbenen Trikots auf und erinnerte optisch ein wenig an die Betriebsmannschaft der „Straßenmeisterei Lotter Kreuz“.
Robin Meißner lupfte den Ball zum 1:0 ins Tor, Patrick Kammerbauer grätschte das 2:0 über die Linie und Bryan Henning traf kurz nach der Pause zum 3:0.
Henning bereitete außerdem beide Treffer der ersten Halbzeit vor. Ein Tor, zwei Vorlagen – für einen Spieler, dem angeblich wenig Einsatzzeit in Aussicht gestellt wurde, ist das eine schwer einzuordnende Leistung, die die Personalplanung erheblich erschwert. Wenn ein aussortierter Spieler ständig Tore schießt und vorbereitet, kann so etwas im Profifußball schnell Folgen haben.
Zehn Tore – Timo Schultz entdeckt trotzdem Mängel
Timo Schultz war zufrieden, bemängelte aber die fehlende Zielstrebigkeit in der Schlussphase. Unterm Strich bleibt ein erfreuliches Wochenende: Der VfL wirkt frischer, spielt schneller und trifft inzwischen sogar regelmäßig das Tor. Jetzt muss nur noch geklärt werden, ob Bryan Henning bei der Mannschaftsaufstellung weiterhin stören darf.
Vorwärts Nordhorn – VfL Osnabrück 0:7
Tore:
0:1 David Kopacz (11.)
0:2 Bernd Riesselmann (14.)
0:3 Leon Opitz (16.)
0:4 Konrad Faber (23.)
0:5 Bernd Riesselmann (37.)
0:6 Leon Opitz (57.)
0:7 Leon Opitz (80.)
Aufstellung:
Sauter – Bornschein, Janotta, Abu Hanna – Lesueur, Jacobsen, Münst, Faber – Kopacz, Opitz – Riesselmann
Eingewechselt: Böggemann für Sauter, Kröger für Lesueur
VfL Osnabrück – Kickers Emden 3:0
Tore:
1:0 Robin Meißner (15.)
2:0 Patrick Kammerbauer (26.)
3:0 Bryan Henning (unmittelbar nach der Pause)
Aufstellung:
Krumrey – Wiemann, Müller, Fabinski – Kammerbauer, Wensing, Wagner, Raimund – Henning, Badjie, Meißner












