SPD-Ratsfraktion lädt zu einer öffentlichen Fraktionssitzung mit Armutsforscher Christoph Butterwegge
Osnabrücks sozialdemokratische Ratsvertretung packt ein heißes Thema an: „Altersarmut in Deutschland betrifft uns alle! Warum Frauen besonders gefährdet sind und was Kommunen und Kommunalpolitik tun müssen.“ So lautet das Motto einer öffentlichen Fraktionssitzung, zu der die SPD-Ratsfraktion herzlich einlädt. Hauptgesprächspartner und Referent ist kein geringerer als Professor Christoph Butterwegge, einer der renommiertesten Armutsforscher Deutschlands. Veranstaltet wird alles am Freitag, 21. August, ab 18.00 Uhr im Seedhouse Osnabrück, An der Katharinenkirche 3.
Wörtlich betonen die Veranstaltenden um die SPD-Fraktionsvorsitzende Susanne Hamburger dos Reis: „Immer mehr ältere Menschen sind von Armut bedroht. Besonders betroffen sind Frauen. Niedrigere Löhne, Teilzeitarbeit sowie berufliche Unterbrechungen für Kindererziehung und die Pflege von Angehörigen führen häufig zu deutlich geringeren Renten. Steigende Mieten und Lebenshaltungskosten verschärfen die Situation zusätzlich. Die Folgen werden vor allem in den Städten sichtbar: bei der Grundsicherung, beim Wohngeld, in der Pflege, in sozialen Beratungsstellen und bei der zunehmenden Einsamkeit älterer Menschen. Wir freuen uns besonders, mit Prof. Dr. Christoph Butterwegge einen der bekanntesten deutschen Armutsforscher begrüßen zu dürfen. Seit Jahrzehnten beschäftigt er sich mit Armut, Reichtum, sozialer Ungleichheit und den Folgen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Nach einem Impulsvortrag von Butterwegge wird er gemeinsam mit Friedemann Pannen, Geschäftsführer der Diakonie Osnabrück Stadt und Land, und Susanne Hamburger dos Reis darüber diskutieren, warum Altersarmut besonders häufig Frauen trifft, welche politischen Veränderungen notwendig sind und was Städte wie Osnabrück konkret für bezahlbares Wohnen, soziale Teilhabe und ein würdevolles Leben im Alter tun können. Moderiert wird der Abend von Kerstin Lampert-Hodgson, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses und familienpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.
Christoph Butterwegge war erst kürzlich in Osnabrück. Das Bündnis „Osnabrück – bunt und solidarisch“, dass sich gegen Rechts und für ein solidarisches Leben in der Stadt Osnabrück einsetzt, hatte den Referenten erst am 3. Juni ins Haus der Jugend eingeladen. Unter dem Motto „Stadt für alle“ hatte das Bündnis seinerzeit eine Kampagne im Vorfeld der Kommunalwahl am 13. September begonnen.Die OR hatte über die Zusammenkunft seinerzeit ausführlich berichtet.
„Wir freuen uns auf viele Gäste und eine engagierte Diskussion“, betonte die Vorsitzende der sozialdemokratischen Stadtratsfraktion abschließend.













